Projekte

Spruch 6

Ausstellung von Bildern der Künstlerin Jinda Bacho

Jinda

Faszinierende Frauenkörper

Einige Zeichnungen von Frauenporträts sind fotoecht, andere muten spirituell an oder zeigen die Vorliebe der Künstlerin für die indische Kunst. Eines jedoch haben fast alle Bilder gemeinsam: Immer sind es Frauenkörper, die die Zeichnerin Jinda Bacho zu Papier bringt – mal als Porträt, mal als Akt. Ihre erste öffentliche Ausstellung trägt den Titel „Freiheit der Entfaltung“ und hängt jetzt in den Fluren des Driland Kollegs in Gronau. Ein Zufall ist das nicht: 2011 begann für die Gronauerin hier ein neuer Lebensabschnitt. Sie entschloss sich, als Erwachsene ihr Abitur zu machen und verließ das Weiterbildungskolleg 2013 mit dem angestrebten Abschluss.

Die Kunst hat sie schon damals begeistert, aber erst während eines Australien-Aufenthalts wurde ihr 2014 bewusst, wie viel in ihr steckt. In Melbourne häuften sich die Anfragen für Auftragsarbeiten und Jinda Bacho verlegte sich ganz auf die Entwicklung ihrer künstlerischen Handschrift. Dass sie sich dabei viel mit dem menschlichen Körper, vor allem mit Frauenkörpern beschäftigt, liegt ihrer eigenen Aussage nach daran, dass „der Körper so detailreich ist“ und sie in ihrer Zeichenkunst inspiriert. „Freiheit und Vielfalt“, sagt sie, seien für sie die Pole künstlerischen Ausdrucks. Neuerdings zeichnet Bacho nicht mehr nur Körper, sondern auch auf Körpern: Sie hat für sich das Tätowieren entdeckt und lernt zur Zeit den Bleistift gegen die Nadel einzutauschen.

Mit der Ausstellung, die ab sofort bis zum 13. Juli werktags täglich zwischen 8-13 und 18-22 Uhr im Driland Kolleg kostenfrei vom interessierten Publikum besucht werden kann, hofft sie auf eine Reaktion des Publikums, um sich selbst weiter zu entwickeln. Einzelne Exponate können auf Anfrage auch käuflich erworben werden.

Driland Kolleg, Konrad-Adenauer-Str. 85, Gronau (außer an Feiertagen und in den Pfingst-Ferien): Erdgeschoss und 1. Etage


Besuch aus Belgien
15 Jahre Europaaustausch – und kein bisschen müde! Seit mittlerweile 15 Jahren gibt es den Austausch des Gronauer Driland Kollegs mit seiner Partnerschule im belgischen Leuven. Am letzten Wochenende war wieder eine belgische Gruppe in Gronau zu Gast, um Deutschland kennenzulernen und sich mit den Studierenden des Weiterbildungskollegs auszutauschen. Für viele Belgier war der Austausch die erste Begegnung mit Deutschland. „Es ist alles so ordentlich hier!“, meinte der 19-jährige Ward über sein erstes Kennenlernen Gronaus. Den Belgiern gefiel der planvolle Ablauf, den die Dinge in Deutschland nehmen. Das Aufzeigen im Unterricht gehört dazu wie auch die Abfalltrennung. Viele Belgier machten von einer Schnupperstunde im Fach Niederländisch Gebrauch. Hier konnten sie den Deutschen mit ihrer Muttersprache unter die Arme greifen und im Gegenzug ihr Deutsch verbessern. Deutsch ist am CVO TKO Leuven-Landen eine der modernen Fremdsprachen und wird dort auf verschiedenen Niveaus unterrichtet. Zum ersten Mal hat das Vorbereitungsteam auch den Schulstandort Ahaus in die Aktivitäten mit eingebunden und das neue Kulturquadrat als Glanzstück der Stadtplanung präsentiert. Inhaltlich haben Deutsche und Belgier in einem Foto-Story-Projekt zusammengearbeitet. Dabei haben sie in gemischten Gruppen mit dem Smartphone Fotos gemacht und sie dann mit einer Comic-App nachbearbeitet. So entstanden Foto- Geschichten zu den Themen „Sport“, „Freundschaft“ oder „Schule“. Dass das Wetter am letzten Wochenende perfekt war, kam auch einem Segelschnupperkurs auf dem Driland See zugute. Der Gronauer Segelclub WSVG 09 hat das Schulprojekt tatkräftig unterstützt und für viel Spaß gesorgt. Sehr beeindruckt waren die Lehrer und Studierenden aus dem Partnerland von der technischen Ausstattung der Gronauer Schule. Computergesteuerte Tafeln und Dokumentenkameras sind für die Belgier vorerst ein ferner Traum. Manchen Belgier hat dies aber auch zu neuen Berufsperspektiven veranlasst: Bei der Lehrerknappheit in NRW könnte mancher Studierende sich vorstellen, in einigen Jahren als Lehrer ans Driland Kolleg zurückzukehren, um hier Niederländisch zu unterrichten. Vorerst jedoch muss noch die Einladung der Belgier eingelöst werden: 2019 bricht wieder eine Gruppe Deutscher nach Leuven auf…

AhausAhaus Schloss

DK Austausch 2018segeln boote

Sprung


Akzente. Ahaus  - Gronau
Spitzensport + Spitzenstudium - Wie geht das zusammen?

DK 2018 WestmattelmannDK 2018 Westmattelmann Gespräch

Nach dem 2. Abendessen habe ich mir die Brötchen für die Nacht geschmiert

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Akzente Gronau-Ahaus“ hat der Rennrad-Profi Dr. Daniel Westmattelmann auf Einladung der Volkshochschulen Gronau und Ahaus und des Driland Kollegs am Dienstag interessierten Bürgern im Gronauer Weiterbildungskolleg berichtet, wie er es schafft, zwei Karrieren mit einander zu vereinbaren.

Radprofi zu sein ist Stress pur. Eine Promotion in den Wirtschaftswissenschaften auch kein Spaziergang. Das kann man sich als Laie vorstellen. Wie beides zusammengeht, eher nicht. Angefangen hat der heute beim Team Lotto-Kern-Haus verpflichtete Radprofi mit Freunden aus der Nachbarschaft. Unterstützt durch die Eltern unternahmen die Jungs Radausflüge in der Umgebung. Mit 16 fing Dr. Daniel Westmattelmann an, von einer Profi-Karriere im Radsport zu träumen. Dass das geklappt hat, sagt der heute Dreißigjährige, liege nicht daran, dass er „so ein tolles Talent gewesen sei“, sondern, dass er mit einem starken Willen und viel Disziplin an sich selbst gearbeitet habe. Seit 2008 zahlen sich seine Anstrengungen auch sportlich aus: Pokale und Trophäen von Radrennen aus verschiedenen Teilen der Welt sammeln sich bei dem Sportler in seiner Heimat Münster. Das Angebot, in ein Worldtour-Team zu wechseln, hat er vor 11 Jahren dennoch abgelehnt. Mit Blick auf Spitzensportler aus anderen Disziplinen sagt er heute: „Wer sich dazu entscheidet, nur noch vom und für den Sport zu leben, trifft eine bewusste Entscheidung. Das bedeutet sehr viel Stress. Aber der ist ja dann auch eingepreist. Das weiß man vorher.“ Für ihn war daher klar: Seine Karriere nur im Sport voranzutreiben, ist zu riskant; so wurde die Wissenschaft sein zweites Standbein. Dr. Daniel Westmattelmann hat sich auch dort zielstrebig orientiert: Nach dem Abitur folgte ein BWL-Studium und mittlerweile die Promotion. Er strebt eine Wissenschaftskarriere als zweites Standbein an und ist auch hierin sehr erfolgreich. Den Sport hat er deswegen nicht aufgegeben. „Ich habe meine Work-life-balance gefunden“, sagt der Wirtschaftswissenschaftler der Universität Münster, „Wenn ich verletzt bin oder sportlich vor Hindernissen stehe, hilft mir die Wissenschaft weiter. Ich falle dann nicht in ein Loch, sondern arbeite dann akademisch. Wenn ich an der Uni nicht mehr weiter kann, hilft es mir im Gegenzug, mich auf’s Rennrad zu schwingen – nach vier Stunden Training ist der Kopf wieder frei.“ Ohne einen straffen Zeitplan geht das aber in der Regel nicht: Sonntags plant er mit seiner Freundin die anstehende Woche durch. 20 Stunden Training pro Woche sind da das Minimum, dazu kommen Zeiten im Fitnessstudio und vor allem die Reisen zu den Rennen. Immer nur Hochleistung. Kann das gutgehen? Die Antwort gibt Dr. Daniel Westmattelmann selbst: Er hat sie als harte Lektion lernen müssen: „Irgendwann sind meine Blutwerte völlig aus dem Ruder gelaufen. Die Ärzte konnten nichts physiologisch finden. Ich hatte mich selbst einfach völlig überfordert. Seitdem weiß ich, dass ich auch meine Ruhephasen einplanen muss und nicht vom einen ins andere springen kann.“ Was kann der Laie daraus lernen, fragten sich die Zuhörer und bekamen die Antwort vom Moderator Nikolaus Urban, der den Spitzensportler während der Arbeit an seinem Buch „Neunzig Prozent“ in Münster kennengelernt hatte: „Man muss sich selbst verdammt gut kennen. Wer sich selbst kennt, wer weiß, wo seine Grenzen sind, und wo vielleicht ein Ausgleich zu der Anstrengung in einem Bereich zu finden ist, der kann tolle Leistungen bringen ohne zusammenzuklappen.“ Wie solche Grenzerfahrungen aussehen, erfuhr Dr. Daniel Westmattelmann bei einem 11-Tage-Rennen in Mexiko: Nicht an die Höhenluft gewöhnt, stieg sein Kalorienbedarf während des Rennens auf satte 7000 Kalorien pro Tag. Da nahm er sich dann nach zwei Abendessen auch schon mal Brötchen für die Nacht mit ins Bett, um es bis zum Frühstück am nächsten Morgen auszuhalten.

Wissenschaftlich setzt sich der Wirtschaftswissenschaftler mit einem Herzensthema auseinander: Gerade seine Sportart ist wie kaum eine andere in den letzten Jahren dem Doping-Vorwurf ausgesetzt. Dr. Westmattelmann hat in seiner Dissertation ein System entwickelt, das den Anti-Doping-Agenturen weltweit helfen soll, ihre finanziellen Mittel effizienter als bisher einzusetzen und so die Aufklärungsquote zu erhöhen. Wie nötig das ist, zeigen Umfragen und Untersuchungen im Spitzensport: Obwohl die Doping-Quote im Spitzensport bei 20-30% liegen dürfte, werden nur 1 % der gedopten Sportler des Doping überführt – „und das gilt nur für die Substanzen, die laut Doping-Liste nicht zugelassen sind“, gibt Westmattelmann zu bedenken.

In diesem Punkt waren sich am Dienstagabend im Driland Kolleg das Publikum und der Münsteraner absolut einig: Doping ist unfair und inakzeptabel und hat in sportlichen Wettkämpfen nichts zu suchen – ebenso wenig wie in der Schule oder dem Studium.

 

Aktuelle Termine

19.06.2018 Sommerfest 
Sommerfest der Studierendenvertretung ab 15:00 Uhr am Driland Kolleg mit Hüpfburg, Grillen und mehr! Kinder sind sehr willkommen!
Das Sommerfest findet aufgrund der Trauerfeier für den verstorbenen Wolfgang Beitl nicht statt.

Ein neuer Termin zu Beginn des neuen Semesters wird rechtzeitig bekannt gegeben!

21.06.2018
Infoveranstaltung der Fachbereiche Chemieingenieurwesen und Physikalische Technik der FH Münster in Steinfurt
weitere Informationen hier

28.06.2018
Langer Abend der Studienberatung an der FH Münster
weitere Informationen hier

 

 

 

 

Aktuelles

Trauer
Das Kollegium und die Studierenden trauern um Wolfgang Beitl! Wolfgang ist am Samstag nach schwerer Krankheit verstorben. Er hinterläßt eine sehr große Lücke bei uns!

Kunst am Driland Kolleg
Zur Zeit werden am Driland Kolleg Bilder der Künstlerin Jinda Bacho ausgestellt.

Besuch aus Belgien
Bericht

Freie Plätze
Im Wintersemester 2018, Beginn 01.08.2018 (nach den Sommerferien), sind in allen Bildungsgängen noch Plätze frei! Bewerben Sie sich jetzt!